Großkaliber über Neu-Ulm, 6. August 2013

 

Es ist noch nicht so lange her, da ging über den südlichen Großraum Stuttgart, ein krankes Hagelunwetter nieder. Dieses wird wohl in den Top 5 der teuersten Hagelstürme weltweit einordnen. Solche Unwetter gibt es aber jedes Jahr in Deutschland und x-fach auf der Welt. Nur hat es ein Ballungsgebiet in einem Industrie-Land erwischt. Und da stehen einfach verdammt viele Sachwerte rum!

 

Jetzt ging über der gleichen Region, Balingen, Reutlingen, die Ecke wieder eine extrem giftige Superzelle hinweg. Tennisballgröße reichte diesmal nicht. 12 cm Eisbomben kamen aus dem Unwetter gefallen! Zum Glück, scherte das Unwetter als klassische Superzelle über die Albkante. Dort fing ich es westlich Ulm ab! Schön war es aber an meinen Standort nicht. Alles grau in grau, aber wie das Teil dröhnte!

 

 

 

Südöstlich zu der Superzelle gingen unterdessen massive Entwicklungen hoch!

 

 

 

Ich setze mich davor, stellte mich bei Neu-Ulm auf einem Feld. Unglaublich war wie schnell sich das Teil zu einer massiven HP-Superzelle aufgebaut hat. Die Aufwind-Zone bedeckte den gesamten Himmel vor und über mir. Mit näher kommen wurden die typischen HP-Formationen sichtbar, mit einen voll mit Niederschlags aufgefüllten RFD. Davor die Halbkreisförmige Böenfront die sich Richtung FFD verliert. Dann dazu diese krasse Lichtstimmung, wenn der fette Wolkenkörper vor dir das Sonnenlicht abdunkelt. Da stehste im Schatten vom was ganz Großem!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dem Unwetter trau ich in Sachen Hagelgröße alles zu, also nix wie weg. Jede rote Ampel kommt einen da vor, also würde sie nur für dich extra lange Rot machen!

 

 

 

 

 

Ich fuhr weiter nach Günzburg und von dort aus Richtung Dillingen. Weil der Aufwind von HP Superzellen wandert mir deren Reife gerne an die Nordseite. So auch hier! Hinter Günzburg hatte ich beim Blick nach Süden, die gewaltigen Formationen des Aufwindkerns vor den Augen. Dahinter ging ein böser Niederschlagskern zu Boden. Alles mit schönen Grünstich! Und wie das Teil blitzte, abnormal!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich hatte keine Straßen mehr um vor dem Unwetter zu bleiben, also lies ich die Front Richtung Augsburg davon rauschen. Über mir blieb von den Unwettern ein gewaltiger Eisschirm übrig.

 

 

 

 

Dann schaut ich mich im Einzugsgebietes des Unwetters um. Bei dieser Formationen rechnete ich mit Hagel um die Tennisballgröße. Doch ganz so schlimm kam es wohl nicht. "Normale Hagelgröße", lag angetaut rum. Aber der machte durch den starken Wind mit vielen Feldern kurzen Prozess!

 

 

 

 

Man würde meinen, mit den Unwetter ist die Luftmasse verfeuert. Doch von der Schweiz kam noch eine flotte Linie mit fetter Shelf angerauscht. Diese fing ich bei Thannhausen ab. Die rötliche Stimmung kommt durch die tiefe Sonne, die zu dem Zeitpunkt noch unter den Eisschirm reinleuchtete. Das Ganze ging dann farbenfroh in einen blauen Niederschlagskern über!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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