Hagelmonster bei Landsberg, 20.6.2013

 

 

Genug geschwitzt, heute gab es viel Eis zur Abkühlung vom Himmel. Brocken bis Tennisballgröße, vielen vor allem um Landsberg aus den Gewitterwolken. Richtung Augsburg wurde der Hagel kleiner, aber dort gingen aus den auslaufenden Zellen, Orkanböen drüber! Ich war heute mit dem Andi aus Fürstenfeldbruck unterwegs. Wir trafen uns auf dem Lechfeld. Nach langem warten, war es so weit. Erste Tower gingen am Alpenrand hoch. Dann konnte ich im Ostallgäu massive Zelle formieren. Schon am Eisschirm sah man, was hier Sache ist!

 

 

 

 

 

 

Das Baby zog nach Norden und wir haben es bei Landsberg abgefangen. Da steuerte ein HP Monster auf uns zu! An den Rändern der Zelle und im Inflow, haben sich laminare Formationen ausgebildet. Schnell bedeckte die Superzelle den gesamten Himmel vor uns. Darunter kam eine böse zerfetze Böenfront auf uns zugerollt, die uns auffressen will! Dazu dieses orange Dämmerlicht. Ähnlich wie beim Sonnenuntergang, kommt unter so einem Wolkenberg, das meiste Licht nur noch von der Seite her reingestreut und muss durch den ganzen Staub und Wasserdampf in Bodennähe. Rote bis Gelbe Strahlen werden am wenigsten von Schwebeteilchen geschluckt und bleiben also übrig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir fuhren weiter nach Hurlach. Doch die Zelle war sehr flott unterwegs! Trotz guter Straßen konnten wir kaum Abstand gewinnen. Zudem regnete es am Standort aus dem Eisschirm. Dennoch war die Stimmung toll, wohl gerade weil die Wolkenbasis nur schlecht zu sehen war und immer wieder von Blitzen nachgezeichnet wurde.

 

 

 

 

Die Zelle scherte jetzt über dem Lech und scheuchte uns über die Käffer! Dann wurde uns die Sache zu heiß und wir fuhren die nächste Straße nach Osten,  raus uns der Zugbahn. Dann bei Egling an der Paar drauf aufs Feld, wo möglichst kein Baum steht. Weil es setzt schwerer RFD Sturm ein. Staub wurde aufgewirbelt. Dann ein Gustnado vor uns. Das ist eine rotierender Luftsäule am Boden, nur ohne Kontakt zur Wolke! Kurze Zeit später, hält vor uns eine rotierende Staubfahne auf uns zu und direkt über uns trüber. Man konnte richtig den Windsprung am Auto rütteln spüren. Das ganze erinnerte, an die Tornado-Serien, wo Jon oder Reed mit Ihren Panzern mitten in Tornados reinsteuern. Das ganze ging so schnell das ich nur noch den abziehenden zweiten Gustnado filmen konnte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Eisschirm der Gewitterzelle bildeten sich dicke Mammaten aus. Sogar Schwerwellen sind dort eingearbeitet. Letzteres sieht man nur bei massiven Superzellen!

 

 

Das Chasing war noch nicht vorbei. Von Süden her kam noch ne optische Bombe nach. Zum Schluss nahm ich noch unfreiwillig ein schweres Hagelunwetter mit!

 

zum zweiten Teil